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Montag, 09. Januar 2017

RevolutionsWERKSTATT - Die bairische Revolution und Räterepublik 1918/19

Historische Information, politische Diskussion, kreative Aktion: In einer Reihe mit über 20 Themenabenden (16. Januar bis 24. Februar) beschäftigt sich das Plenum R in Kooperation mit KEV und dem Kulturreferat der Stadt München mit der bairischen Revolution und Räterepublik 1918/19.

Geschnitten für die Einigkeit des Proletariats III 1919

Mit Film-, Vortragsabenden und einer gemeinsamen Werkstatt soll die Zeit der bayerischen Revolution und Räterepublik auf eine lebendige Art und Weise präsentiert und diskutiert werden.

Die Revolutionswerkstatt richtet sich an Interessierte, die sich an einer aktiven Erinnerungskultur beteiligen wollen. Ziel ist die gemeinsame Erstellung eines „Revolutionskalenders“ und einer „Revolutionskarte“ für München und Bayern. Die gemeinsame kreative Arbeit dient als Vorarbeit für weitere Erinnerungsprojekte „100 Jahre Revolution und Räterepublik in München“ in den Jahren 2018/2019.

Alle Veranstaltungen finden statt in der:

Sendlinger Kulturschmiede e.V.
Daiserstraße 22
81371 München


Flyer: klick hier
Plakat: klick hier

Weitere Informationen zu dem Jubiläum 100 Jahre Revolution: klick hier

Programm:

Mo, 16.1., 19 Uhr, Kurt Eisner. Politisch verfolgter Jude und erster Ministerpräsident des Freistaats Bayern

Prof. Frank Jacob, Würzburg / New York. Herausgeber des Nachlasses von Kurt Eisner im Auftrag der Rosa Luxemburg Stiftung. Mitherausgeber „Kurt Eisner: Gefängnistagebuch“, Metropol, 2016

Riccardo Altieri, Würzburg, Johanna Stahl Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Autor Der Pazifist Kurt Eisner, Kovač, 2015

Mi, 18.1., 19 Uhr, Die Wandervogelbewegung und ihr Einfluss auf die bairische Revolution

Der Wandervogel gründete sich als progressive Jugendbewegung um die Jahrhundertwende. Er ermöglichte es erstmals auch Mädchen und Volksschülern, an gemeinsamen Wanderausflügen teilzunehmen. Im Wandervogel versammelten sich Lebensreformer, Reformpädagogen, Demokraten, Anarchisten und Kommunisten.

Fritz Letsch, München, Das andere Bayern e.V.

Do, 19.1., 19 Uhr, Sarah Sonja Lerch und die Januarstreiks 1918

Günther Gerstenberg (Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.) berichtet von den Streiks, die der Räterepublik voran gingen. Die Autorin und Dramaturgin Cornelia Naumann referiert über die bisher unbekannte "russische Steppenfurie" Sarah Sonja Lerch, die an der Seite Kurt Eisners kämpfte und sich in Stadelheim das Leben nahm.

Do, 26.1., 19 Uhr, Film Rotmord
Fernsehspiel nach Tankred Dorst zum Theaterstück Toller
Regie: Peter Zadek, WDR 1969

Fr, 27.1., 19 Uhr, Frauen in der Revolution und Räterepublik. Ist die Revolution weiblich?

„Gesprungen & gejubelt haben wir, in die Arme sind wir uns gefallen in jener Nacht.“ (Hilde Kramer, 18 Jahre, über die Revolutionsnacht vom 7.11.1918 in München).

Die revolutionäre Begeisterung unter den Frauen ist groß – aber was hat sie gebracht außer dem Frauenwahlrecht? Welche Utopien hatten diese Frauen? Und welche haben wir heute? Und: Wen interessiert das überhaupt, damals wie heute…?

Christiane Sternsdorf-Hauck, Autorin von „Brotmarken und Rote Fahnen – Frauen in der bayrischen Revolution und Räterepublik 1918/19.“, neuer ISP-Verlag, 2008

Marta Reichenberger, Autorin und ehem. Geschäftsführerin des Kulturzentrum Milbertshofen

Sa, 28.1., 14 Uhr, WERKSTATT
München in Revolution und Rätezeit

Mi, 1.2., 19 Uhr, Die Wittelsbacher und die Revolution

Der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt stellt der sogenannte Wittelsbacher-Ausgleichsfond eine in alle Ewigkeit munter sprudelnde Geldquelle für den bayerischen Adel dar. Er geht zurück auf die reaktionäre Politik im Bayern der 1920er Jahre nach der gescheiterten Räterepublik. Dazu liest Dr. Rudolf Stumberger aus seinem Buch München ohne Lederhosen – ein kritisch-alternativer Stadtführer 1918-1968.

Do, 2.2., 19 Uhr, Die Revolution der Literaten

Lesungsabend mit einer Collage aus Ausschnitten und Zitaten von Zeitgenossen, die die Revolutionszeit persönlich erlebt haben - darunter Literaten wie Toller, B. Traven, Heinrich Mann u.v.a., aber auch Journalisten oder private Tagebuch-Verfasser.

Robert Hültner, Kriminalbuch-Autor von Inspektor Kajetan und Radio-Tatort im BR.

Ulrich Bardelmeier, Sprecher des PlenumR – Revolution und Rätedemokratie

Sa., 4.2., 14 Uhr, WERKSTATT
Bayern in Revolution und Rätezeit

Mi, 8.2., 19 Uhr, Von der Russischen zur Deutschen Revolution

Die Oktoberrevolution im Russland des Jahres 1917 veränderte die Welt und stand am Anfang einer Welle von Aufständen, Revolten und Revolutionen, die ganz Europa am Ende des Ersten Weltkriegs ergriffen. Welchen Einfluss hatte die Russische Revolution auf die Novemberrevolution von 1918 und deren Akteure?

Dr. Marcel Bois, Hamburg, Historiker, Autor von Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik. Eine Gesamtdarstellung, Klartext 2014.

Do, 9.2., 19 Uhr, Gründung und Politik der KPD in Bayern 1919

Sebastian Zehetmair, Berlin/München, Historiker, promoviert zur „KPD in Bayern, 1919-1924“ an der Universität München und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

Sa, 11.2., 14 Uhr, KalenderWERKSTATT

Mo, 12.2., 19 Uhr, Filmabend: Es geht durch die Welt ein Geflüster
Dokumentarfilm über die Münchner Revolution und Räterepublik 1918/19
Mit der Autorin und Regisseurin Ulrike Bez

Mo, 13.2., 19 Uhr, „Hier Revolution! Wer dort?“ – Gustav Landauer, Erich Mühsam und der Anarchismus

Landauer und Mühsam gehören bis heute zu den bedeutendsten Anarchisten im deutschsprachigen Raum. Vorgestellt wird das Engagement der beiden Revolutionäre und ihr Anarchismus-Verständnis jenseits von Zentralstaat und Kapitalismus samt Gegenwartsbezug.

Dr. Siegbert Wolf, Historiker, Politikwissenschaftler, Publizist. Herausgeber der Gustav Landauer Werkausgabe 2008-2016.

Dr. Peter Seyferth, München, Philosoph, Politikwissenschaftler, Punk.

Mi, 15.2., 20 Uhr, Autorenlesung mit Klaus Kordon: Die roten Matrosen

November 1918: Nach vier Jahren Weltkrieg verweigern die Matrosen der kaiserlichen Marine in Kiel den Befehl zum Auslaufen und kommen nach Berlin. Die Jungen Helle und Fritz freunden sich mit den meuternden Matrosen an, erleben die Revolution mit, den Sieg, die Niederlage. Eine ganze Mietskaserne in Berlins ärmster Gegend wird lebendig.

Vielfach ausgezeichneter Roman von 1984; aktuelle Auszeichnung: Frankfurter Buchmesse 2016: Sonderpreis des Deutschen Jugend-Literaturpreises; die Jury würdigte damit sein Gesamtwerk der Kinder- und Jugendliteratur.

Do, 16.2., 20 Uhr, Die SPD in der Revolution 1918/19 - Die SPD heute in Anbetracht von Neoliberalismus und Rechtspopulismus."

Eine Gesprächsrunde mit Florian von Brunn, Mitglied des Landtags (SPD) und Gästen

Mo, 20.2., 19 Uhr, Ernst Toller: Expressionismus und Revolution

Wolf-Dieter Krämer (Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e.V.) berichtet über das Thema Rätedemokratie im Leben und den Werken von Ernst Toller. Das erste Drama Tollers Die Wandlung handelt von  Krieg und Pazifismus. Die im Gefängnis geschriebenen expressionistischen Dramen wie z.B. Masse Mensch thematisieren seine Erfahrungen der Revolutionszeit mit ihren Wirkungen der damaligen Gegenwart – bis in unsere  Gegenwart?

Di, 21.2., 19 Uhr, Revolution und Räterepublik in der städtischen Erinnerungspolitik

Dr. Sabine Schalm, Kulturreferat der Stadt München
Dr. Bernhard Schneider, Kulturreferat der Stadt München

Fr, 24.2., 15 Uhr, WERKSTATT Utopien für eine bessere Gesellschaft

Projektträger: Plenum R www.plenum-R.org
in Kooperation mit: Kurt-Eisner-Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung

Gefördert von: Landeshauptstadt München und Bezirksausschuss 6 Sendling

Herzlichen Dank für die Unterstützung an die Kulturschmiede Sendling e.V.


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