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Diskussion / Vortrag
Donnerstag, 13.06.2013 | 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr

Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg
Adam-Klein-Str. 06
90429 Nürnberg

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Krise, Schulden, Widerstand – Eine andere Politik ist möglich! Beispiel Barcelona

Am Beispiel Barcelona/Katalonien soll in der zweiten Veranstaltung der Reihe "Krise, Schulden, Widerstand – Eine andere Politik ist möglich!" über die Platzbesetzungen im Sommer 2011 und den heutigen Stand der Bewegung, die diese Aktionen getragen hat, berichtet und diskutiert werden.

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Da die ökonomische Entwicklung, die politischen Traditionen und die aktuellen sozialen Auseinandersetzungen in den einzelnen Re­gionen Spaniens unterschiedlich sind, könnte eine Veranstaltung zu ganz Spanien nur einen sehr allgemeinen Überblick geben. Deshalb richten wir den Fokus auf Barcelona. Die Besonderheiten Kataloniens, einer alten Handels- und Industrieregion, sind dabei zu berücksichtigen.

In der Veranstaltung (Referat und Diskussion) werden drei Themen­blöcke behandelt:

1. Platzbesetzung in Barcelona im Sommer 2011 und die Folgen

In der spezifischen Situation im Mai 2011 hatte der Aufruf zu Demonst­rationen gegen die Krisenfolgen und gegen die Regierenden eine Re­sonanz, die nicht vorherzusehen war. Die Platzbesetzungen durch die Indignados, die bei uns auf großes Interesse gestoßen sind, waren ein Protest gegen die Krise. Es ging nicht nur darum, sich gegen die Ver­schlechterung der Lebensbedingungen zu wehren. Das politische Sys­tem wurde infrage gestellt, die Politiker wurden nicht mehr als Vertreter akzeptiert, die Menschen wollten für sich selbst sprechen. Wir wollen auch darüber informieren und diskutieren, wie sich dieser politische An­satz weiterentwickelt hat.

Besonders faszinierend war die Beteiligung breiter Bevölkerungskreise an den Protesten und die basisdemokratische Konsensbildung auf den Versammlungen. Wir möchten aufzeigen, wie diese Massenbewegung entstehen konnte und wie sich Strukturen und Entscheidungsverfahren herausgebildet haben. Es geht hier auch um das Spannungsfeld von spontanen Aktionen und Organisation sowie um die Frage, wie sich bestehende Organisationen (z.B. die Gewerkschaft COS, der der Refe­rent angehört) in die Entscheidungsprozesse eingebracht haben.

Bei uns wird über die politischen Aktivitäten, die auf die Platzbesetzun­gen folgten, kaum berichtet. Es entsteht der Eindruck, als seien sie po­litisch folgenlos geblieben. In der Folge entstanden jedoch z.B. Stadt­teilversammlungen mit basisdemokratischen Strukturen. Über diese neuen Strukturen soll auf der Veranstaltung informiert werden.

2. aktuelle Situation in Barcelona/Katalonien (Blickpunkt: aktueller Widerstand sozialer Bewegungen und systemkritischer Gewerkschaften)

Die spanische Zentralregierung setzt - in Übereinstimmung mit den neoliberalen Vorgaben der EU - Haushaltkürzungen durch. Verbunden mit den Folgen der Immobilienkrise (viele Menschen können die Hypo­thek auf ihre Wohnung nicht mehr bezahlen) und der hohen Arbeitslo­sigkeit führt dies zu dramatischen Verschlechterungen von Lebensbe­dingungen. Auch die Regionalregierung von Katalonien kürzt (auch als Folge der Haushaltsvorgaben der spanischen Zentralregierung) die Ausgaben z.B. in den Bereichen Gesundheit und Bildung. In der Veran­staltung soll aufgezeigt werden, wie der Widerstand in Barcelona heute aussieht. Im Fokus steht insbesondere das Zusammenwirken von so­zialen Bewegungen und systemkritischen Gewerkschaften. Diskutiert werden soll auch, welche Perspektiven der Widerstand in Barcelona hat und welche grundsätzlichen gesellschaftlichen Veränderungen angestrebt werden.

3. Unabhängigkeit Kataloniens als eine Forderung von linken sozialen Bewegungen

Um die Strategien von linken Basisbewegungen und Gewerkschaften zu verstehen, ist es notwendig, sich auch mit dem Thema "Unabhän­gigkeit von Katalonien" zu befassen. Ein relevanter Teil der linken Be­wegungen sieht die Selbstverwaltung Kataloniens als eine Vorausset­zung dafür, dass in Katalonien eine sozial gerechte, demokratische Ge­sellschaft aufgebaut werden kann.

Referent: Roger Sabà Riera, Barcelona, ist Aktivist in sozialen Bewegungen, war z. B. Mitglied des Sprecher­rats der Plaça de Catalunia in Barcelona im Mai 2011 und ist aktiv in der Gewerkschaft COS (Coordinadora Obrera Sindical). COS ist Mitglied im World Federation of Trade Unions (WFTU). Roger ist etwas über 30 Jahre alt, hat langjährige politische Erfahrung und gehört zugleich zur jungen Generation, die in Spanien von der Kri­se besonders betroffen ist.

EIne Veranstaltung des Sozialforum Nürnberg in Kooperation mit dem KEV.

Kontakt

RLS-Regionalbüro Bayern
Westendstraße 19
80339 München

Telefon: (089) 51996353
E-Mail: max.steininger@rosalux.de

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