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Diskussion / Vortrag
26.04.2012 | 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr
EineWeltHaus, München

Ist das noch demokratisch?

Der Verfassungsschutz, das bayerische Innenministerium und der Extremismus der Mitte

Mit dem Amtsantritt der zweiten Regierung Merkel steht erneut die umstrittene Extremismus-Doktrin zur Debatte: Das Bild von einer demokratischen Mitte der Gesellschaft, die sich – als Lehre aus der Weimarer Republik – gegen Extremismus von rechts und links (sowie von „Ausländern“) zu erwehren habe, dient als Instrument zur Kontrolle und Disziplinierung dessen, was als „Zivilgesellschaft“ gehandelt wird. Jüngster Höhepunkt dieses reaktionären Rollbacks ist die Bekanntwerdung der Überwachung von 27 Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE durch den "Verfassungsschutz". Umrandet wird diese Diskussion von der unselige Debatte über die Extremismusklausel, der sich staatlich geförderte Projekte für demokratische Kultur und gegen Rechts neuerdings zu unterwerfen haben: neben einem überflüssigen Zwangsbekenntnis zu Demokratie und Verfassung sollen sie künftig auch ihr Arbeitsumfeld in diesem Sinne durchleuchten. Das bayerische Innenministerium ist da schon einen Schritt weiter: Ausspionieren, V-Männer einschleusen, Daten sammeln, Auskünfte verweigern. Zahlreiche Fälle in den letzten Jahren belegen die repressive Politik des bayerischen Innenministeriums gegen linke Politik, Aktivist_innen und Gruppen. Insbesondere Initiativen gegen Rechts werden zunehmends in ihrer Arbeit torpediert.

 

Wie die konservative Regierung mithilfe eines expansiven Inlandsgeheimdienstes, willfährigen Wissenschaftler_innen und Medien das Terrain der offenen Gesellschaft einzäunt und dabei freie Träger politischer Bildung, bürgerschaftliches Engagement gegen Neonazis, antifaschistische Initiative und Gesellschaftskritik an die Wand drängt sowie die besondere Situation in Bayern, soll an diesem Abend analysiert und zur Debatte gestellt werden, ebenso Ideen für politische Gegenwehr.



Es diskutieren:

- Harald Weinberg (MdB, Die Linke)

- Markus Buschmüller (a.i.d.a. e.V.)

- Angelika Lex (Rechtsanwältin)

- Fritz Burschel (Rosa Luxemburg Stiftung; Bereich Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit)

- Anuschka Linse ( Kafe Marat)

Die Veranstaltunge findent in Kooperation Kurt Eisner Vereins mit dem Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus statt.


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neofaschistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neofaschistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.



Kontakt

RLS-Regionalbüro Bayern
Westendstraße 19
80339 München

Telefon: (089) 51996353
Email: killet@rosalux.de

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